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eine STUFE DER DEMENZ
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Sie befinden sich hier: HOME ALZHEIMER
PHILOSOPHIE d. REISEN
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Ein
wesentlicher Bestandteil dessen, was unsere Kultur geprägt hat ist
das Reisen.
Reisen um zu entdecken, zu forschen, zu vermessen, zu zeichnen
und zu kartographieren, Reisen um Handel
zu betreiben, um Gesundheit zu finden, um Bildung zu erlangen, Beziehungen zu festigen, Freundschaften zu knüpfen,
Feindschaften zu besiegeln, - oder ganz einfach um an Grenzen zu
gelangen, die es dann zu überwinden galt - oder vielleicht sollten
wir hier besser sagen: gilt", denn im Grunde genommen hat sich
über all die Jahrtausende hinweg an den Intentionen eine Reise zu
unternehmen nicht viel geändert.
Bis vor 30 / 40 Jahren noch war es selbst für junge und
kräftige Menschen nur unter Erschwernissen
möglich zu reisen.
Das schnellere Vorwärtskommen per Flugzeug blieb wegen der
horrenden
Ticketkosten eher der privilegierten Upperclass vorbehalten - und
Billigairlines kannte man noch nicht.
Auf dem Luxuskreuzfahrtenschiff gab es für
OttoNormalVerdiener keine Passage zum erschwinglichen Preis -
"Entre Nous" zu bleiben war der Luxusverwöhnten SchickiMicki
oberste Maxime, die es zu verteidigen galt.
So blieben reiselustigen Normaltouristen nur mühsame, scheinbar
ewig währende Zugfahrten die zigmaliges Umsteigen erforderten,
auch Seereisen JA, aber bitte per Containerschiff, dann die preiswerten
Pauschalreisen, welche z.B. Neckermann ermöglichte, das
gefährliche Trampen oder die Fahrt mit dem eigenen Auto - wer
erinnert sich nicht an die endlosen Kolonnen der oftmals bis übers
Dach beladenen Fahrzeuge die im Zuckeltempo über Deutschlands
wenige Autobahnen gen Süden qualmten.
Doch was sollte es: war man nicht IN
, weil man über exotische Destinationen mitreden konnte, war man nicht meilenweit davon entfernt
als ungebildeter Prolet angesehen zu werden entsprach es nicht
dem Zeitgeist.
Behinderten Menschen nun ebenfalls das Reisen zu ermöglichen
entspricht einem Trend der Neuzeit. Der rasant voranschreitende
demografische Strukturwandel - mit dem gleichzeitig einhergehenden
Anstieg von geistigen, körperlichen und psychischen
Behinderungen - und DAS, quer durch alle sozialen Schichten -
machte dieses Umdenken erforderlich.
An Demenz erkrankte Menschen auf die Reise zu schicken ist aber
kein
Novum in diesem Sinne. Alois Alzheimer selbst, der Vater der
Alzheimer- forschung und ihr Entdecker machte es uns vor über 100
Jahren bereits vor, als er während mehrerer gemeinsamer
Urlaubsreisen mit einer geistig verwirrten Dame damit anfing sich
für
Psychologie und Hirnforschung zu interessieren. 14 Jahre darauf,
im November 1901 starb Frau
Auguste Deter und ging als Alzheimer`s erste diagnostizierte Patientin in die
Medizingeschichte ein.
Wir
setzen uns erst seit etwa 20 Jahren dafür ein, dass Menschen
mit einer geistigen, körperlichen oder psychischen Behinderung
IHREN Tapetenwechsel bekommen, andere Länder kennen lernen, fremde
Kulturen entdecken, mit "fremdartigen" Menschen in Kontakt kommen,
Neugierde empfinden, Neues hinzu lernen und auch, damit sie beginnen
ihre Fragen ganz neu zu formulieren, denn die werden sich ihnen mit
jeder neuen Entdeckung auftun.
Wir
setzen uns ebenfalls dafür ein,
dass den Menschen, denen durch Erkrankung oder Unfall die Teilnahme am
gesellschaftlichen Leben -
wozu u. E. unbedingt das REISEN gehört,
nicht erschwert wird und dass
sie Würdevoll, mit Respekt und gemäß ihren
Vorstellungen von einem unbeschwerten Urlaub analog ihren ganz
speziellen Anforderungen an
"IHR" barrierefreies Urlaubsziel behandelt
werden.
Reisen hat etwas Stimulierendes an sich, es erweckt den, durch lange
Heimunterbringung oder die ewig langen und einsamen Pflegetage lahm
gelegten Geist zu neuem Leben.
Zuerst tastet sich zögernd der Blick vorwärts, wagt sich dann
allmählich über den Tellerrand hinaus - und endet an
Horizonten von denen der Kranke nicht einmal zu träumen wagte.
Alle Ketten sind gesprengt, aller Ballast fällt ab, der Atem
wird voller, freier - setzt ungeahnte Energien aus längst verloren
geglaubten Resourcen frei - es scheint, als ob dem Kranken Flügel
wachsen.
Wir haben dieses Phänomen während vieler Jahre beobachten
dürfen - bei schwerstbehinderten Apallikern der Pflegestufe 3 (+)
genau so wie bei hochgradig an Alzheimer erkrankten Menschen - und die
meisten Angehörigen haben es uns mit Staunen bestätigt - wir
haben von vielen Angehörigen auch das feedback erhalten, dass sich
der positive Zustand ihrer Lieben für einen längeren Zeitraum
stabilisieren liess.
Das gibt uns die Bestätigung, dass wir mit unserer Philosophie
völlig richtig liegen - und deswegen machen wir
weiter. zurück
Aber
auch für Angehörige ist eine kleine Auszeit vom Pflegealltag
immens wichtig.
-Endlich mal Ausschlafen können.
-keine Arzttermine wahrnehmen müssen
-essen können, wann man will, was man will
-Zeit für Gespräche finden
-Zeit für die eigene Gesundheit haben
-shoppen gehen
- ein Besuch beim Frisör oder der Kosmetikerin wäre auch mal
wieder fällig
- mal wieder in der Dorfkneipe vorbeischauen
- Klönschnack unter Männern
- ein Fußballspiel in Ruhe zu ende schauen
- ein Buch zur Hand nehmen
- den Wolken nachträumen
..............................................
Auch hier beobachten wir ähnliche Gefühlsbewegungen wie bei
unseren Betreuten - Wenn das kranke Familienmitglied braun gebrannt und
voller positiver Energien wieder Zuhause ankommt, wird es von einer
ausgeruhten und erleichterten Familie empfangen, die sich auf das
Herzlichste freut wieder vereint zu sein.
Hier sind jetzt erst einmal alle Akkus wieder gut gefüllt und
halten hoffentlich recht lange an.
zurück
Psychosoziale Betreuung:
Menschen die uns anvertraut werden geniessen unseren vollen Respekt und
unsere Wertschätzung.
Wir sind in vielerlei Hinsicht über biografische Begebenheiten,
über das Krankheitsbild wie auch über dessen Verlauf
informiert und können uns somit ganz auf die Individualität
und Einzigartigkeit der von uns begleiteten Menschen einstellen.
Wir akzeptieren die diagnostischen Fähigkeiten des jeweiligen
behandelnden Arztes und unterstützen den Kranken bei der Befolgung
der ärztlichen Anordnung.
Neben medizinisch indizierten behandlungspflegerischen Maßnahmen,
die von eigens hierzu qualifizierten Fachkräften durchgeführt
werden, sorgen wir auch für eine ausreichende Körperhygiene,
pünktlich servierte Mahlzeiten in ausreichender Anzahl und Menge,
Flüssigkeitszufuhr (nach Protokoll) Inkontinenztrainings ( da, wo
kein Katheter gesetzt wurde) sowie für die Erbringung angeordneter
therapeutischer Maßnahmen (am Kur oder Urlaubsort) durch externe
Therapeuten.
Die Freizeitgestaltung erfolgt ausschließlich in Absprache mit
unserem Betreuten und richtet sich ganz nach dessen Bedürfnissen
und Wünschen.
(lediglich den aktuellen Wetterbedingungen räumen wir noch ein
Mitspracherecht ein)
So werden mit dem Betreuten u.a. Theatervorstellungen,
Kinobesuche, Museumsbesuche, Galerieaufenthalte, Konditoreiaufenthalte,
Schiffstouren, Besichtigungen, Spaziergänge, Restaurantbesuche,
Draisinenfahrten, Lokomotivfahrten o. ä. unternommen Je nach
Interessenlage. zurück

Basale
Stimulation nach Bobath, Entspannungstherapien nach Jacobson,
Gesprächstherapien, Märchentherapien, Musiktherapien und
einiges mehr leisten unsere ehrenamtlichen Begleiter, die sich aus
manchen dieser professionellen Berufsfelder rekrutieren liessen.
UNSERE
BEGLEITER - PFLEGER + BETREUER sind:
examinierte und diplomierte Kräfte aus der Alten und Krankenpflege
mit z. T. gerontopsychiatrischer Zusatzqualifikation
sowie Leitungsqualifikation
außerdem werden einige unserer Ferienprojekte von engagierten
Helfern aus den Bereichen der Pädiatrie und Sonderpädagogik
unterstützt.
Die meisten von ihnen sind beruflich in den vorgenannten Berufsfeldern
tätig, studieren noch oder möchten sich beruflich orientieren
- sie schenken uns und den kranken Mitreisenden ihre Zeit und erhalten
lediglich einen geringen finanziellen Ausgleich zur Abdeckung ihrer
Auslagen.
Unsere ideelle Ausrichtung ist von altruistischer Prägung in
Anlehnung an R.Steiner`s anthroposophische Theorien.
Wir stehen JEDER Glaubensrichtung offen.
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Wir
setzen uns dafür ein, dass
neurologisch oder mental beeinträchtigte Personen mit all ihren
kognitiven Defiziten
nicht als das pharmakologische Versuchskaninchen der Pharmalobby
für gewinnbringende Experimente zur Verfügung stehen -
sei es als willfähriger Patient in der
stationären Einrichtung oder Daheim, sondern dass diese Menschen
mit viel Einfühlungsvermögen und Verständnis - auf eine
wertschätzende und sanfte Weise behandelt werden - Was
zwar erheblich mehr Zeitaufwand erfordert - was es aber u.
E. unbedingt wert ist - So wird uns das auch durch
Angehörige bestätigt.
In unsere Philosophie des Betreuten Reisens mit dementiell erkrankten
Menschen fließen all diese
Elemente ein
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